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Dobutamin verbessert Überleben bei akut dekompensierter Herzinsuffizienz

ymbolische Darstellung eines Herzens in Händen, die Fürsorge und medizinische Unterstützung symbolisieren.

Quelle: © Berit Kessler – stock.adobe.com

Dobutamin verbessert Überleben bei akut dekompensierter Herzinsuffizienz

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Die Therapie mit Dobutamin bei akut dekompensierter Herzinsuffizienz (ADHF) ist mit einer signifikant niedrigeren 30-Tages-Mortalität, einer verbesserten Nierenfunktion sowie einer deutlich reduzierten Rehospitalisierungrate assoziiert. Das zeigt eine retrospektive Analyse aus Marburg, die auf dem DGK vorgestellt wurde.

Die akut dekompensierte Herzinsuffizienz zählt zu den häufigsten Hospitalisierungsursachen älterer Patient*innen und ist nach wie vor mit einer hohen Mortalität verbunden. Neben der Standardtherapie mittels Diuretika, RAAS-Blockade und SGLT2-Hemmern kann bei Hypotonie oder Hypoperfusion eine positiv inotrope Therapie mit Dobutamin erwogen werden.

Die vorliegende Untersuchung analysierte retrospektiv Daten von 777 konsekutiven Patient*innen mit ADHF, die im Jahr 2024 am Universitätsklinikum Marburg behandelt wurden. Patient*innen mit Dobutamin-Therapie wurden mit Patient*innen ohne Dobutamin-Therapie verglichen. Zur Reduktion von Selektionsverzerrungen erfolgte ein 1:1 Nearest-Neighbour-Propensity-Score-Matching (Caliper 0,05) basierend auf systolischem Blutdruck, Herzfrequenz, LVEF, LDH und CRP bei Aufnahme.

In der gematchten Kohorte zeigte die Dobutamin-Gruppe eine signifikant niedrigere 30-Tages-Mortalität (86,3 % vs. 95,4 %, p = 0,029; HR 0,351; 95 % CI 0,137–0,897) bei einer medianen Therapiedauer von 5 Tagen (IQR 3). Zudem kam es zu einer signifikanten Verbesserung der eGFR während des stationären Aufenthalts (39 auf 43 ml/min (IQR 31 bzw. 33) vs. 51,5 auf 54 ml/min (IQR 31 bzw. 29); p = 0,024). Darüber hinaus war die Rehospitalisierungsrate innerhalb von sechs Monaten nach Entlassung in der Dobutamin-Gruppe deutlich reduziert (22,2 % vs. 48 %, p = 0,001; OR 0,375; 95 % CI 0,21–0,674).

Die Ergebnisse zeigen, dass eine gezielte, kurzfristige Dobutamin-Therapie bei ADHF, trotz initial schlechterer Nierenfunktion in dieser Gruppe, mit einer signifikanten Verbesserung klinisch relevanter Outcomes assoziiert ist. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und wachsender gesundheitsökonomischer Herausforderungen unterstreichen diese Befunde die mögliche Bedeutung einer inotropen Therapie zur Reduktion vermeidbarer Rehospitalisierungen bei ADHF.

Quelle: Patsalis N, Kreutz J, Chatzis G et al. Clin Res Cardiol (2026). DOI: 10.1007/s00392-026-02870-1 – Abstractband der DGK-Jahrestagung 2026

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