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Freiburger 3D-Animation zeigt: So schlägt das Herz wirklich

Anatomische 3D-Illustration des menschlichen Herzens im Querschnitt mit sichtbaren vier Kammern, roten Arterien und blauen Venen

Quelle: Universitätsklinikum Freiburg (CC BY-NC 4.0)

Freiburger 3D-Animation zeigt: So schlägt das Herz wirklich

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Universitätsklinikum Freiburg veröffentlicht erste anatomisch korrekte schematische 3D-Animation des Herzschlags – kostenlos für Lehre, Forschung und medizinische Praxis.

Wer sich eine Animation des schlagenden Herzens vorstellt, sieht wahrscheinlich ein Organ, das sich rhythmisch ausdehnt und zusammenzieht – fast wie ein Luftballon, der aufgepumpt wird und wieder zusammenfällt. Dieses Bild ist falsch. Und es ist weit verbreitet.

Das Universitätsklinikum Freiburg hat nun eine schematische 3D-Animation veröffentlicht, die zeigt, wie das Herz wirklich schlägt – und damit jahrelang kursierenden Darstellungsfehlern eine fundierte Korrektur entgegensetzt.

Herz als Druck-Saug-Pumpe: Was viele nicht wissen

Das menschliche Herz ist keine einfache Pumpe, die Blut zunächst ansaugt und es anschließend wieder auswirft. Es funktioniert als Druck-Saug-Pumpe: Beide Vorgänge – das Ausdrücken von Blut in den Körper und das Ansaugen von Blut aus den Venen – finden gleichzeitig statt.

Dabei verändert das Herz seine innere Form, bleibt aber von außen nahezu gleich groß. Die Herzspitze springt nicht frei auf und ab, und das Organ dehnt sich als Ganzes nicht sichtbar aus.

„Die Vorstellung, die viele vom schlagenden Herzen haben, ist falsch. Das Herz als Ganzes dehnt sich beim Herzschlag nicht aus“, erklärt Prof. Dr. Peter Kohl, Direktor des Instituts für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin am Universitätsklinikum Freiburg. „Es ist eine Druck-Saug-Pumpe, bei der beides gleichzeitig passiert. Dabei verändert das Herz seine innere Form und bleibt von außen fast gleich groß.“

Warum bisherige Animationen problematisch sind

Im Internet finden sich zahlreiche Animationen zur Herzbewegung – viele davon wirken präzise und wissenschaftlich fundiert. Tatsächlich enthalten sie jedoch häufig grundlegende anatomische und physiologische Fehler:

  • Herzkammern erscheinen nach dem Schlag leer oder luftgefüllt
  • Herzwände biegen sich in eine anatomisch falsche Richtung
  • Das Herz wird als Organ dargestellt, das sich insgesamt deutlich vergrößert und verkleinert

Solche Darstellungen können bei Studierenden, Ärztinnen und Ärzten sowie in der Forschung ein grundlegend falsches Verständnis der Herzfunktion verankern – mit möglichen Folgen für die Interpretation von Befunden und das Verständnis von Herzerkrankungen.

Was die neue Animation richtig macht

Die Freiburger Animation zeigt erstmals in einer schematischen 3D-Darstellung, wie sich die vier Herzkammern bei jedem Schlag in Form und Wanddicke verändern – ohne dass das äußere Gesamtvolumen des Herzens dabei merklich zu- oder abnimmt. Aufbau und Bewegung des Herzens werden anatomisch und zeitlich korrekt zusammengeführt.

„Die Grafik sieht vielleicht unspektakulärer aus als andere Animationen, aber dafür ist sie dichter an der Realität“, so Prof. Kohl.

Die Animation richtet sich an:

  • Medizinstudierende in der Grundausbildung
  • Klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte in der Patientenaufklärung
  • Forschende im Bereich Kardiologie und Herzphysiologie

Internationale Resonanz aus der Fachcommunity

Die Reaktionen aus der weltweiten Fachgemeinschaft sprechen für sich: „Endlich!“, „Sehr gut“ und „Man spürt förmlich den Herzschlag!“ – so lauten einige der Rückmeldungen von internationalen Expertinnen und Experten, für die fehlerhafte Herzdarstellungen seit Jahren ein bekanntes Problem darstellen.

Kostenlos verfügbar

Die Animation steht allen Nutzerinnen und Nutzern weltweit kostenlos zur Verfügung und kann für Lehre und Forschung eingesetzt werden.

Zum Download

Quelle: Universitätsklinikum Freiburg, Institut für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin

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