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Kardiovaskuläre Prävention: Trends und Evidenz zu Ernährung & Co.

pressekonferenz bei der dgk jahrestagung 2026 mit witkowski magnussen und schirmer

Quelle: Bei einer Pressekonferenz im Rahmen der DGK-Jahrestagung 2026 in Mannheim sprachen Dr. Markus Witkowski (Berlin), Prof. Dr. Christina Magnussen (Hamburg) und Prof. Dr. Stephan Henrik Schirmer (Kaiserslautern) (v.l.n.r.) über Trends in der kardiovaskulären Medizin. © DGK

Kardiovaskuläre Prävention: Trends und Evidenz zu Ernährung & Co.

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Seien es eine gesunde Ernährung, Smartwatches oder Impfen – es gibt verschiedene Aspekte, die bei der Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen eine Rolle spielen können. Ob und inwieweit dies tatsächlich der Fall ist, haben Expertinnen und Experten bei einer Pressekonferenz im Rahmen des DGK-Kongresses 2026 in Mannheim besprochen.

Dass ein erhöhter Zuckerkonsum bekanntermaßen das kardiovaskuläre Risiko steigert und insbesondere zuckerhaltige Softdrinks weltweit für eine erhöhte Inzidenz von Typ-2-Diabetes verantwortlich sind, machte Dr. Markus Witkowski, Berlin, deutlich. Weniger bekannt sei dagegen, dass auch der Konsum von Süßstoffen und Zuckeraustauschstoffen mit Risiken für kardiovaskuläre Erkrankungen verbunden ist. So hätten verschiedene Untersuchungen u. a. eine durch Süßstoffe aufgrund einer Veränderung der Darmbakterien induzierte Glukoseintoleranz sowie eine Assoziation des Zuckeraustauschstoffes Erythritol mit kardiovaskulären Ereignissen gezeigt. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass der Stoff die Reaktivität von Thrombozyten im Blut und damit direkt die Gerinnbarkeit erhöhe, so Witkowski. Auch für weiter Austauschstoffe wie Xylitol, Sorbitol oder Saccharin habe sich eine Steigerung des kardiovaskulären Risikos ergeben. Lediglich der natürliche Süßstoff Stevia zeige bisher keinen negativen Effekt bzgl. des Thromboserisikos.

 
Smartwatches können Awareness verbessern

Ob sich Smartwatches als Frühwarnsystem für einen erhöhten Blutdruck eignen, erörterte Prof. Dr. Christina Magnussen, Hamburg. Relevant sei das Thema, da Bluthochdruck ein weltweites Problem und einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen ist. Umso wichtiger sei die frühzeitige Detektion der Hypertonie, die häufig unerkannt bliebe. Bezüglich der Smartwatches machte Magnussen deutlich, dass die Wearables zwar die mögliche Sensibilisierung und damit das Früherkennen einer Hypertonie verbessern könnten, sie würden derzeit aber nicht die standardisierte Blutdruckdiagnostik ersetzen, da es sich bei ihnen nicht um verlässliche Messinstrumente handeln würde. Das hieße, statt einer perfekten Einzelmessung bestünde der eigentliche Mehrwert in einem longitudinalen Monitoring, Risikohinweisen und der Möglichkeit, bisher nicht erkannte Verläufe sichtbar zu machen, betonte die Expertin. So könnten Menschen durch wiederholte alltagsnahe digitale Signale früher in Diagnostik und Versorgung gebracht werden – vorausgesetzt, die Daten würden korrekt in den medizinischen Kontext eingeordnet, um Fehlinterpretationen und Verunsicherungen zu vermeiden.

Zu guter Letzt erklärte Prof. Dr. Stephan Henrik Schirmer, Kaiserslautern, den Zusammenhang von kardiovaskulären Ereignissen und Infektionskrankheiten. Demnach seien u. a. Influenza-, RSV (Respiratorische Synzytial-Virus)- und COVID-19-Infektionen mit kardiovaskulären Erkrankungen assoziiert. Nicht zu unterschätzen sei daher die Rolle der Impfung als wichtige Säule der Prävention, weshalb aus kardiovaskulärer Sicht die Impfungen gegen Influenza, SARS-CoV2, RSV, Pneumokokken und VZV (Varizella-Zoster-Virus) empfohlen werde, fasste Schirmer abschließend zusammen.

Quelle: Pressekonferenz anlässlich der 92. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V., 9. April 2026

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