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Telefonische Betreuung verbessert Bluthochdruck bei resistenter Hypertonie

Person misst zu Hause den Blutdruck und spricht per Videosprechstunde mit medizinischem Fachpersonal

Quelle: © Oksana Klymenko – stock.adobe.com

Telefonische Betreuung verbessert Bluthochdruck bei resistenter Hypertonie

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Regelmäßige telemedizinische Kontakte gehen mit einer höheren Medikamentenadhärenz einher, und damit auch mit einer deutlich besseren Blutdruckeinstellung. Das legt eine auf dem DGK vorgestellte Substudie aus Leipzig nahe.

Trotz verfügbarer Therapieoptionen bleibt die Bluthochdruckkontrolle bei vielen Patient*innen mit Hypertonie unbefriedigend. Als eine der zentralen Ursachen gilt die mangelnde Medikamentenadhärenz, die sich im Behandlungsverlauf weiter verstärkt.

Die neue Substudie der Remote-Control-HTN-Studie, durchgeführt am Herzzentrum Leipzig, untersucht, ob Patient*innen mit regelmäßig telefonischer Betreuung eine höhere Medikamentenadhärenz aufweisen als Patient*innen ohne einen engen medizinischen Kontakt. In die Studie wurden Patent*innen mit persistierend hypertonen Werten unter einer laufenden Medikation mit ein bis vier Antihypertensiva. Randomisierte Interventionsgruppe erhielten alle 2 Wochen eine telefonische Kontaktaufnahme zur Medikationsanpassung (oder Umstellung bei Nebenwirkung). Nach 6 Monaten erfolgte ein Cross-over mit der Kontrollgruppe.

Nach sechs Monaten lagen die systolischen Blutdruckwerte in der Interventionsgruppe im Mittel bei 129,4 mmHg, gegenüber 138,8 mmHg in der Kontrollgruppe (p<0,01). Diastolisch zeigte sich ein vergleichbarer Unterschied (79,0 vs. 87,2 mmHg, p<0,01). Die Medikamentenzahl stieg in der Interventionsgruppe signifikant an (2,31 auf 3,59 Präparate, p<0,01), vorrangig durch Calcium-Kanal-Blocker, Diuretika und Aldosteron-Antagonisten in Kombinationspräparaten. Bereits bei Studieneinschluss lag die laborchemisch bestätigte Adhärenz bei 88,8 Prozent. Nach sechs Monaten war sie in der Interventionsgruppe numerisch höher als in der Kontrollgruppe (94,2 vs. 88,8 Prozent, p=0,36). Nach dem Cross-over blieben beide Parameter weitgehend stabil.

Patienten*innen weisen unter regelmäßiger telemedizinischer Überwachung eine hohe Medikamentenadhärenz auf und mit einer insgesamt nur geringen Erhöhung der Medikamentenzahl eine deutliche Verbesserung der Blutdruckwerte erzielt werden konnte.

Quelle: Fischer N, Sagmeister P, Eckert D et al. Clin Res Cardiol (2026). DOI: 10.1007/s00392-026-02870-1 – Abstractband der DGK-Jahrestagung 2026

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