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2,45 Millionen Euro für Alzheimer-Forschung

2,45 Millionen Euro für Alzheimer-Forschung

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: neuro aktuell

Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) fördert seit Anfang 2026 insgesamt 18 neue Forschungsprojekte mit rund 2,45 Millionen Euro und startet damit ihre bislang größte Förderrunde. Die Projekte untersuchen Alzheimer und Alzheimer-verwandte Demenzen entlang des gesamten Krankheitsverlaufs – von der Grundlagenforschung über neue diagnostische Ansätze bis hin zu Prävention, Therapie und Unterstützung nach der Diagnose. Gefördert werden Arbeiten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland.

Seit rund fünf Monaten sind neue Alzheimer-Medikamente in der EU verfügbar. Sie markieren einen wichtigen Schritt in der Behandlung der Krankheit. Gleichzeitig bleibt Alzheimer eine komplexe Erkrankung, deren Ursachen, Verlauf und individuelle Ausprägungen noch nicht vollständig verstanden sind. Eine Heilung gibt es bislang nicht. Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative (AFI) setzt deshalb weiterhin auf unabhängige Forschung entlang des gesamten Krankheitsverlaufs. Seit Anfang des Jahres fördert die AFI 18 neue Forschungsprojekte mit insgesamt rund 2,45 Millionen Euro – so viele Projekte und eine so hohe Fördersumme wie noch nie zuvor in der Geschichte der AFI.

„Forschung heißt, dranzubleiben. Dass wir in dieser Förderrunde 18 Projekte unterstützen können, zeigt, wie groß das Engagement und die Vielfalt in der Forschung zu Alzheimer und Alzheimer-verwandten Demenzen sind. Diese Resonanz freut uns sehr – und sie ist eine wichtige Grundlage dafür, Erkenntnisse weiterzuentwickeln und in den Alltag der Menschen zu integrieren“, sagt Dr. Anne Pfitzer-Bilsing, Leiterin der Abteilung Wissenschaft der Alzheimer Forschung Initiative.

Forschungsprojekte zu Ursachen, Diagnostik, Therapie und Prävention

Die geförderten Arbeiten beschäftigen sich mit den Ursachen von Alzheimer, mit neuen Möglichkeiten der Diagnostik sowie mit Ansätzen zur Prävention und Therapie. Forschende untersuchen unter anderem krankhafte Veränderungen von Proteinen im Gehirn, den Einfluss genetischer Risikofaktoren wie ApoE4, Entzündungsprozesse und mögliche Zusammenhänge von Alzheimer mit früheren Virusinfektionen.

Parallel dazu werden neue diagnostische Verfahren entwickelt. So untersucht Dr. David Berron vom DZNE Magdeburg, inwiefern digitale Gedächtnistests per Smartphone dabei helfen können, sehr frühe Veränderungen der kognitiven Leistungsfähigkeit zu erfassen – also zu einem Zeitpunkt, an dem erkrankte Menschen selbst noch keine deutlichen Symptome bemerken. Solche Verfahren könnten perspektivisch dazu beitragen, Alzheimer früher zu erkennen und den weiteren Verlauf genauer zu beobachten.

Unterstützung auch über die Diagnose hinaus

Ein Teil der geförderten Projekte richtet den Blick auf die Zeit nach der Diagnose. Sie untersuchen, wie Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen besser begleitet und unterstützt werden können, wenn neue Informationen verarbeitet und Entscheidungen zur weiteren Behandlung getroffen werden müssen.

So erforscht Dr. Ayda Rostamzadeh vom Uniklinikum Köln, wie ein strukturiertes psychologisches Gruppenangebot Menschen im frühen Stadium der Alzheimer-Erkrankung unterstützen kann. Ziel ist es, den Umgang mit der Diagnose zu erleichtern, die Krankheitsbewältigung zu stärken und die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen zu verbessern. Solche psychosozialen Ansätze können medizinische Behandlungen ergänzen und eine bislang bestehende Versorgungslücke schließen.

Die 18 neuen Forschungsprojekte werden an Hochschulen und Institutionen in Berlin, Bonn, Düsseldorf, Freiburg, Hamburg, Heidelberg, Köln, Magdeburg, Mainz, München und Rostock durchgeführt. Die Auswahl erfolgte im internationalen Peer-Review-Verfahren durch den Wissenschaftlichen Beirat der AFI sowie externe Fachleute.

Quelle dieser Pressemeldung: Alzheimer Forschung Initiative e.V. (idw, 20.1.26)


Pressekontakt
Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)
Astrid Marxen
Kreuzstr. 34
40210 Düsseldorf
0211 – 86 20 66 28
presse@alzheimer-forschung.de
www.alzheimer-forschung.de/presse

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