Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie ist eine neue Form der Depressionsbehandlung. Sie erarbeitet auf entwicklungspsychologischer Basis ein tiefes Verständnis emotionaler Prozesse, aus dem eine kraftvolle Therapiemotivation hervorgeht: Bindungssicherheit in der Therapie – die neue Erlaubnis gebende Lebensregel ersetzt die dysfunktionale Überlebensregel, die zur Symptombildung geführt hatte. Achtsamkeit und Akzeptanz erzeugen realistische Emotionswahrnehmung. Selbstmitgefühl – Emotionstracking ist ein emotiver Dialog, der sicher zu den Gefühlen hinführt, die unterdrückt wurden, sodass Symptombildung als letztes Mittel in einer unlösbaren Situation entstehen musste. Mentalisierungsförderung und Selbstwirksamkeitserfahrung ermöglichen Erkennen von Ursachen und Folgen des eigenen Verhaltens, sodass z. B. ein wehrhaftes Verhalten resultiert. Entwicklung der Empathiefähigkeit ist der letzte Schritt beim Aufbau von Beziehungsfähigkeit. Erste Outcome-Ergebnisse liegen vor.
Weitere Beiträge zu diesem Thema

Narzissmus in Familien überwiegend genetisch bedingt
Gemeinsame Faktoren innerhalb der Familie, etwa allgemeine Erziehungsbedingungen oder das soziale Umfeld, das Geschwister teilen, tragen laut einer neuen Studie kaum zur Erklärung von Unterschieden im Narzissmus bei.

Vom Gen zum System: Schlaf, KI und kontinuierliche Therapie
Der Kongress markierte eine besondere Premiere: Erstmals wurde die Veranstaltung gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG), dem Arbeitskreis Botulinumtoxin und der Arbeitsgemeinschaft Tiefe Hirnstimulation organisiert.

Epilepsie und Multiple Sklerose
Epilepsie ist eine häufige Komorbidität der Multiplen Sklerose (MS), mit einer signifikant höheren Prävalenz als in der Allgemeinbevölkerung. Dieses gleichzeitige Auftreten deutet auf gemeinsame pathophysiologische Mechanismen hin, darunter kortikale Demyelinisierung, chronische Entzündungen und Neurodegeneration, die MS-Patientinnen und -Patienten für Anfälle prädisponieren.
