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Insomnie, Hypersomnie, Narkolepsie: Übersicht der Schlafstörungen

Junge Frau mit Schläfrigkeit am Frühstückstisch – Symptom neurologischer Schlafstörungen wie Hypersomnie

Quelle: cherrysandbees- stock.adobe.com

Insomnie, Hypersomnie, Narkolepsie: Übersicht der Schlafstörungen

Fachbeitrag

Neurologie und Psychiatrie

Schlaf

Narkolepsie

mgb medizin Redaktion

Verlag

14 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Schlafstörungen nehmen in der Bevölkerung immer mehr zu, werden häufig nicht erkannt und führen zu erheblichen Folgen für die Betroffenen und die Gesellschaft [1]. Den Schlaf-Wach-Störungen werden in der aktuellen Version der International Classification of Diseases (ICD-11) der World Health Organisation (WHO) analog zur International Classification of Sleep Disorders (ICSD-3-TR) folgende Erkrankungen zugeschrieben: Insomnie, Hypersomnie, Parasomnie, zirkadiane Schlaf-Wach-Störungen, schlafbezogene Bewegungsstörungen und schlafbezogene Atmungsstörungen [2, 3]. Dieser Artikel konzentriert sich auf die ersten beiden Krankheitsbilder und ihre Relevanz für in der Praxis oder Klinik tätige Neurologinnen und Neurologen. Zudem werden diagnostische und therapeutische Herangehensweisen verwendet, um betroffene Patientinnen und Patienten besser identifizieren und therapieren zu können.

Autoren: T. Toncar, A. Correll, A. Seiger, I. Fietze, T. Penzel

Insomnie

Die Insomnie ist mittlerweile als eigenständige Erkrankung definiert und wird nicht mehr als sekundär bei organischen oder psychischen Komorbiditäten angesehen. Sie kann Ursache, Folge und Risikofaktor anderer Erkrankungen sein [4]. Die Definition nach ICSD-3-TR wird am häufigsten verwendet [3]. Hierbei muss mindestens eine der folgenden Beschwerden an mindestens drei Nächten pro Woche bestehen und zu einer Beeinträchtigung am Tage führen, obwohl ausreichend Gelegenheit zum Schlaf bestand: Einschlafstörung, Durchschlafstörung, frühmorgendliches Erwachen, Widerstreben zu einer normalen Bettzeit ins Bett zu gehen, Probleme zu schlafen ohne Eltern oder Betreuende.

Es wird zwischen akuter und chronischer Insomnie unterschieden: Ab einer Krankheitsdauer von drei Monaten spricht man gemäß ICSD-3-TR von einer chronischen Insomnie [3]. Für Neurologinnen und Neurologen spielt die Insomnie eine Rolle, da Schlafstörungen den motorischen Symptomen bei neurodegenerativen Erkrankungen beispielsweise um Jahre vorausgehen und zu einem schlechteren Therapieergebnis führen können [5].

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