Die Myasthenia gravis (MG) ist eine Autoimmunerkrankung, die sich durch eine belastungsabhängige Muskelschwäche der okulären, bulbären, Extremitäten- oder Rumpfmuskulatur auszeichnet und heutzutage anhand des Antikörperstatus, Thymuspathologie, Alter und Art des Verlaufs klassifiziert wird. Mit der optimalen Behandlung ist die Prognose bezüglich der Letalität gut und der Lebensqualität überwiegend zufriedenstellend bis gut. Neben der symptomatischen Therapie kommen regelhaft immunsuppressive Therapieverfahren zum Einsatz, die neben Steroiden klassische Langzeitimmunsuppressiva wie Azathioprin und die Thymektomie umfassen. Immer mehr neue therapeutische Ansätze werden entwickelt, von denen aktuell die sog. therapierefraktären Verläufe profitieren. Die Behandlung von MG-Patienten sollte aufgrund der Seltenheit der Erkrankung aus spezialisierten Myasthenie-Zentren heraus geleitet werden. Perspektivisch werden neben der Entwicklung neuer spezifischer Therapieverfahren auch genauere epidemiologische und Sicherheitsdaten, die durch das Deutsche Myasthenie-Register (MyaReg®) zur Verfügung stehen werden, zur Verbesserung der Versorgungsqualität beitragen.
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