E-Paper

Neurologie und Psychiatrie » Psychische Erkrankungen » Depressionen

»

Neurobiologische Grundlagen der therapieresistenten Depression

Neurobiologische Grundlagen der therapieresistenten Depression

Fachbeitrag

Neurologie und Psychiatrie

Psychische Erkrankungen

Depressionen

1 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Die in diesem Beitrag erörterten heterogenen Befunde weisen darauf hin, dass ein einziges pathophysiologisches Modell die therapieresistente Depression (TRD) nicht erklären kann. Dennoch kann man davon ausgehen, dass verschiede Mechanismen in eine gemeinsame Endstrecke enden: Eine Aktivierung des inflammatorischen Systems führt zu einem pro-inflammatorischen Zustand im ZNS mit Erhöhung von Il-1β, Il-6, IL-8 und TNFα. Dadurch wird der KYN-Pathway aktiviert, der zu einer neurotoxischen QUIN-Produktion führt, zusammen mit einer Aktivierung der COX2 und der Bildung von reaktiven Oxygen-Spezies. Gleichzeitig sind neuroprotektive Faktoren wie der Vascular Endothelial Growth Factor reduziert, was eine multifaktorielle Neurotoxizität verursacht. Dies führt zu einer Reduktion der synaptischen Plastizität und einer Störung der Faserintegrität in fronto-limbischen Verbindungen. Daher sollten therapeutische Maßnahmen der TRD anti-inflammatorische, glutamaterge und neurotrope Wirkansätze umfassen und weniger monoaminerge Therapien berücksichtigen.

Artikel in der Vorschau sehen
Vollständigen Fachartikel auf med-search lesen

Bilderquelle: © T. L. Furrer, stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Prof. Dr. Sebastian Walther, Psychiater, vor antarktischer Eislandschaft – Isolation und psychische Gesundheit

Einsamkeit und Paranoia: Die Psychologie von Expeditionsteams

Podcast

Auf der Concordia Station in der Antarktis herrschen außergewöhnlich extreme Lebensbedingungen: Die Forschungsstation liegt auf dem rund 3.200 Meter hohen antarktischen Eisplateau, weit entfernt von jeder anderen dauerhaft bewohnten Siedlung. Temperaturen von deutlich unter −50 °C, monatelange Dunkelheit im polaren Winter und die dünne, trockene Höhenluft prägen den Alltag der dort stationierten Forschenden.

Neurologie und Psychiatrie

Psychische Erkrankungen

Allgemeine Aspekte

Beitrag lesen

Alzheimer-Demenz: Ethische Bewertung der Früherkennung bei symptomlosen Personen

Aktuelles

Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Aufarbeitung ethischer, sozialer, rechtlicher und organisatorischer Aspekte, die mit der Früherkennung einer Alzheimer-Demenz bei symptomlosen Personen verbunden sind.

Neurologie und Psychiatrie, Unkategorisiert

Demenz-Erkrankungen

Alzheimer-Demenz

Beitrag lesen

Biologisches Geschlecht und Epilepsie – Aktuelle Evidenz und klinische Relevanz

Fachbeitrag

Die Berücksichtigung des biologischen Geschlechts hat sich in vielen Bereichen der Medizin zu einem festen Bestandteil einer individualisierten Versorgung entwickelt. So wurden beispielsweise geschlechtsspezifische Tumorfrüherkennungsprogramme entwickelt, da sich Prävalenz und Spektrum verschiedener Tumorerkrankungen zwischen Männern und Frauen unterscheiden.

Neurologie und Psychiatrie

Epilepsie

Beitrag lesen