Der in Finnland entwickelte Offene Dialog bietet eine Möglichkeit, bedürfnisorientiert mit psychotischen Reaktionen umzugehen. Menschen mit akuten psychotischen Reaktionen, auf oftmals traumatische Ereignisse, werden gemeinsam mit ihrem sozialen Umfeld zu Hause unterstützt mit der Krisensituation einen Umgang zu finden. Durch das Sprechen über die aktuellen und vergangenen Erfahrungen wird eine Verarbeitung und Einordnung ermöglicht. Auch in akuten Phasen wird ein Rahmen geschaffen, der Vertrauen ermöglicht und eine verlässliche therapeutische Beziehung entstehen lassen kann. Durch einfühlsames Zuhören kann gegenseitiges Verständnis entstehen. Lösungen ergeben sich durch die Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Beteiligten. Dadurch wird Chronifizierung, Hospitalisierung und Zwang vermieden und weniger Psychopharmaka nötig. Auch dauern die Phasen kürzer und es gibt weniger Rückfälle.
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Die Myasthenia gravis (MG) ist eine seltene Erkrankung der neuromuskulären Synapse, die durch Autoantikörper vermittelt wird. Die Inzidenz liegt bei etwa 0.5–5/100.000, wobei Inzidenz und Prävalenz anzusteigen scheinen [1, 2]. Die Erkrankung zeigt zwei Häufigkeitsgipfel, zwischen 20–30 Jahren sind vorwiegend Frauen betroffen, ein zweiter Häufigkeitsgipfel bei 60–70 Jahren zeigt ein Überwiegen männlicher Erkrankter (Übersicht in [3]).

