Schmerz und affektive Symptome treten häufig im Kontext von akuten Entzündungsprozessen, aber auch bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen auf, mit teils erheblichen Folgen für die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Vor diesem Hintergrund ist es im Sinne eines biopsychosozialen Ansatzes von Bedeutung, psychologische Einflussfaktoren auf entzündungsassoziierte Symptome zu identifizieren und ggf. für therapeutische Interventionen zu nutzen. Schon allein das Wissen über die Symptome und die zugrundeliegenden Mechanismen des Sickness Behaviors kann Patienten helfen, entzündungsassoziierte Symptome besser zu verstehen und zu bewältigen.
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Die Myasthenia gravis (MG) ist eine seltene Erkrankung der neuromuskulären Synapse, die durch Autoantikörper vermittelt wird. Die Inzidenz liegt bei etwa 0.5–5/100.000, wobei Inzidenz und Prävalenz anzusteigen scheinen [1, 2]. Die Erkrankung zeigt zwei Häufigkeitsgipfel, zwischen 20–30 Jahren sind vorwiegend Frauen betroffen, ein zweiter Häufigkeitsgipfel bei 60–70 Jahren zeigt ein Überwiegen männlicher Erkrankter (Übersicht in [3]).

