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Transkranielle Gleichstromstimulation kann Long-Covid-Fatigue lindern

Transkranielle Gleichstromstimulation kann Long-Covid-Fatigue lindern

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Chronisches Fatigue Syndrom

2 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Ein Forschungsteam der Universitätsmedizin Magdeburg konnte in einer aktuellen Studie zeigen, dass vier aufeinanderfolgende Sitzungen mit transkranieller Gleichstromstimulation (tDCS) zu einer signifikanten Reduktion kognitiver Erschöpfung (Fatigue) bei Long-COVID-Betroffenen führen können. Die Ergebnisse der randomisiert-kontrollierten, doppelt-verblindeten Studie wurden im renommierten Fachjournal Brain Stimulation veröffentlicht.

In der Studie wurde untersucht, ob tDCS – eine Methode, bei der schwache elektrische Ströme gezielt Hirnaktivität modulieren – die Fatigue bei Long-COVID lindern kann. Die Ergebnisse zeigten, dass sowohl bei der echten (verum) als auch einer Placebo-Stimulation (sham) eine deutliche Reduktion der subjektiv empfundenen Fatigue erreicht wurde. Bereits vier aufeinanderfolgende Anwendungen führten zu einer Verbesserung der Symptome, die bis zu einem Monat nach der Behandlung anhielt.
Interessanterweise lieferte die tDCS-Stimulation weitere Erkenntnisse: Nach der Stimulation konnten zwischen den Gruppen signifikante Unterschiede in der Hirnaktivität gemessen werden, die mit Fatigue in Verbindung stehen – und das noch einen Monat nach der letzten Anwendung.

Die angewendete transkranielle Gleichstromstimulation zielt auf frontale Hirnregionen ab, die für die Entstehung kognitiver Fatigue verantwortlich sind. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese Methode eine sichere, nebenwirkungsarme und potenziell wirksame Option zur Linderung von kognitiver Fatigue bei Long-COVID-Patientinnen und -Patienten darstellt. Auch wenn diese Arbeit eine wichtige Grundlage für zukünftige Therapie-Entwicklungen darstellt, ist bis zur klinischen Anwendung jedoch noch viel Forschungsarbeit nötig.
Die Studie unterstreicht die dringende Notwendigkeit, wirksame Behandlungsmöglichkeiten für Long-COVID-Betroffene zu entwickeln, da die chronische Erschöpfung oft zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führt und aktuell nur wenige Therapien zur Verfügung stehen.


Quelle: Pressemeldung der Medizinischen Fakultät/Universität Magdeburg
Wissenschaftlicher Kontakt: Prof. Dr. Tino Zähle, Tel.: +49 391 67-21816
Originalpublikation: https://doi.org/10.1016/j.brs.2025.03.011

Bilderquelle: © Yistocking – stock.adobe.com

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