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RR-DLBCL: Inosin verstärkt die Antitumorwirkung von CAR-T-Zellen

3D-Illustration mehrerer Zellcluster im Blut als Symbolbild fuer aggressives diffuses grosszelliges B-Zell-Lymphom DLBCL

Quelle: © LASZLO – stock.adobe.com

RR-DLBCL: Inosin verstärkt die Antitumorwirkung von CAR-T-Zellen

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: onkologie heute

Das rezidivierte/refraktäre diffuse großzellige B-Zell-Lymphom (RR-DLBCL) stellt trotz des klinischen Erfolgs der CD19-CAR-T-Therapie nach wie vor eine klinische Herausforderung dar, da heterogene Ansprechmuster und die Erschöpfung der CAR-T-Zellen eine dauerhafte Wirksamkeit einschränken können. In einer früheren klinischen Studie zeigten CAR-T-Responder eine Anreicherung von Bacteroides fragilis, Inosin-Biosynthesewegen und zirkulierendem Inosin. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse untersuchten die Forschenden, ob Inosin die Fitness, Persistenz und Antitumoraktivität von CAR-T-Zellen bei RR-DLBCL direkt verbessert.

CD19-CAR-T-Zellen wurden aus T-Zellen gesunder Spender gewonnen und während der In-vitro-Kultur mit Inosin behandelt. Die Antitumoraktivität wurde durch Co-Kultur mit Luciferase-exprimierenden DLBCL-Zelllinien, darunter Toledo, OCI-Ly1, OCI-Ly2 und SU-DHL6, untersucht. Die Tumorviabilität wurde mittels eines Luciferase-basierten Zytotoxizitätstests gemessen. Die Phänotypen der CAR-T-Zellen wurden mittels Durchflusszytometrie auf Erschöpfungsmarker (PD-1, LAG-3, TIM-3), Aktivierungsmarker (CD69, CD25) sowie auf durch die Expression von CD45RA und CD62L definierte Gedächtniszell-Subpopulationen analysiert.

Inosin verstärkte die Antitumoraktivität von CAR-T-Zellen gegen DLBCL-Zelllinien, was im Vergleich zu CAR-T-Zellen allein zu einer verminderten Lebensfähigkeit der Tumorzellen führte. Die durchflusszytometrische Analyse zeigte, dass mit Inosin behandelte CAR-T-Zellen eine verringerte Expression von Erschöpfungsmarkern aufwiesen. Inosin erhöhte zudem aktivierungsassoziierte Marker wie CD69 und CD25 und führte zu einer Verschiebung der CAR-T-Zellen hin zu einem weniger differenzierten Phänotyp, mit einer Anreicherung von Subpopulationen, die zentralen Gedächtniszellen ähneln, und einer Verringerung von Zellen, die terminalen Effektorzellen ähneln.

Fazit

Die Fosrschenden schlossen daraus, dass Inosin die Antitumor-Funktion von CAR-T-Zellen verstärkt, während es gleichzeitig deren Erschöpfung abschwächt und einen weniger differenzierten, gedächtnisassoziierten Phänotyp fördert. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Inosin die Fitness und Persistenz von CAR-T-Zellen bei RR-DLBCL verbessern könnte und eine potenzielle immunmetabolische Strategie zur Steigerung der CAR-T-Wirksamkeit darstellt. Die In-vivo-Wirksamkeit von Inosin wird derzeit in einem immundefizienten Mausmodell weiter untersucht, das mit DLBCL-Zellen etabliert wurde und in das anschließend CAR-T-Zellen verabreicht werden, um zu beurteilen, ob Inosin die Antitumoraktivität und die Persistenz der CAR-T-Zellen verstärkt.

Quelle: Cho HJ, Kim JH, Yoon SE. “Inosine enhances CAR-T cell antitumor function by reducing exhaustion and promoting persistence in relapsed/refractory DLBCL.” ESMO 2026; Abstract 1996P.

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