Urologie » Sonstiges

»

Saar, Kranz, Huber – Personalkarussell an urologischen Universitätskliniken rotiert lebhaft

Saar, Kranz, Huber – Personalkarussell an urologischen Universitätskliniken rotiert lebhaft

Personalia

Urologie

Sonstiges

3 MIN

Erschienen in: UroForum

Prof. Johannes Huber

Im Universitätsklinikum Marburg wird am 1. Februar der Stabwechsel von Klinikdirektor Prof. Rainer Hofmann auf seinen Nachfolger Prof. Johannes Huber erfolgen. Huber ist designierter neuer Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Marburg und ein anerkannter Experte für Uroonkologie, speziell das Nierenzell- und das Prostatakarzinom. Gegenstände einer umfangreichen publizistischen Tätigkeit waren aber auch die Versorgungsforschung sowie die Erforschung des Gesundheitssystems und seiner Strukturen.

Bildunterschrift: In Marburg wird Prof. Johannes Huber in der kommenden Woche die Direktion der Klinik für Urologie übernehmen. (Foto © Uniklinikum Dresden)
In Marburg wird Prof. Johannes Huber in der kommenden Woche die Direktion der Klinik für Urologie übernehmen. (Foto © Uniklinikum Dresden)

Prof. Matthias Saar

Bereits am 1. September 2021 wurde Prof. Matthias Saar als neuer Direktor und Lehrstuhlinhaber der Klinik für Urologie an die Uniklinik RWTH Aachen berufen. Zuvor war Saar leitender Oberarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg. Die Klinik für Urologie ist dabei, sich mit der Berufung von Prof. Saar neu aufzustellen. Er ist an die Stelle von Prof. Thomas Vögeli getreten, der emeritiert ist.

Der bisher im Saarland praktizierende Urologe hat die RWTH-Urologie mit seiner Expertise auf dem Gebiet schonender minimalinvasiver und roboterassistierter OP-Verfahren und einem großen chirurgischen und uroonkologischen Erfahrungsspektrum übernommen. Zukünftige Schwerpunkte sollen die kompetente Diagnose und Behandlung aller Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege und zum anderen die chirurgische, medikamentöse sowie konservative Behandlung aller urologischen Tumorformen sein.

Saars wissenschaftliches Interesse hat sich bislang vor allem auf neue Forschungsansätze, aber auch die innovative Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms konzentriert. Für seine Forschungsarbeiten erhielt der 42-jährige Mediziner unter anderem den „Forschungspreis Prostatakarzinom“ der Deutschen Gesellschaft für Urologie. Als Stipendiat der Deutschen Gesellschaft für Urologie verbrachte er von 2011 bis 2012 ein Jahr als Postdoctoral Scholar an der renommierten Stanford School of Medicine in Kalifornien, wurde 2015 für seine translationalen Forschungsergebnisse mit dem Alois-Lauer Förderpreis Medizin ausgezeichnet und erhielt eine Forschungsförderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Prof. Saar freut sich auf die Arbeit in seiner neuen Wirkungsstätte: „Die Uniklinik bietet hervorragende Voraussetzungen, sich mit anderen Fachdisziplinen zu vernetzen, spezialisierte diagnostische und therapeutische Verfahren zu etablieren und die eigene Forschungstätigkeit zu intensivieren. Besonders am Herzen liegt mir der Austausch mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und die berufsgruppenübergreifende Umsetzung einer ganzheitlichen, interdisziplinären Medizin und Patientenversorgung.“

Bildunterschrift: Prof. Matthias Saar übernahm am 1. September 2021 die Klinik für Urologie der RWTH Aachen. (Foto © RWTH Aachen)
Prof. Matthias Saar übernahm am 1. September 2021 die Klinik für Urologie der RWTH Aachen. (Foto © RWTH Aachen)

PD Dr. Jennifer Kranz

Parallel wechselte PD Dr. Jennifer Kranz aus dem St. Antonius Hospital Eschweiler als Oberärztin an die RWTH Aachen. Es ist zu erwarten, dass die Urogynäkologie auch in Aachen der Schwerpunkt ihrer Arbeit sein wird. Neben Prof. Dorothea Rohrmann in der Kinderurologie verfügt die RWTH-Urologie damit zwei ausgewiesene Expertinnen in zwei umkämpften Teilgebieten der Urologie.

In Kürze wird sich auch am Universitätsklinikum Halle/Saale etwas tun. Dort wird Prof. Paolo Fornara im September emeritiert und sein Nachfolger erhält in diesen Tagen einen Ruf nach Sachsen-Anhalt.

Bildunterschrift: PD Dr. Jennifer Kranz ist neue Oberärztin an der RWTH Aachen. (Foto ©  privat)
PD Dr. Jennifer Kranz ist neue Oberärztin an der RWTH Aachen. (Foto © privat)

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Mikroskop mit schwebenden Zellen im Labor als Symbol fuer Immuntherapie und neue Therapieoptionen beim Peniskarzinom

Update Peniskarzinom 2026: Immuntherapie und neue Therapieperspektiven

Fachbeitrag

Beim seltenen Peniskarzinom eröffnen Immuntherapien und molekulare Analysen neue Behandlungsperspektiven. Daten zu Cemiplimab zeigen jedoch, dass bislang nur bestimmte Patientengruppen profitieren. Entscheidend für die personalisierte Therapie sind daher verlässliche Biomarker und eine präzise molekulare Charakterisierung.

Urologie

Tumoren der äußeren Genitalien

Peniskarzinom

Beitrag lesen
Der damals 17-jährige Mailo erhält im Juli 2025 eine T-Zelltherapie gegen PRAME mit seinen gentechnisch veränderten Immunzellen. © privat

PRAME-T-Zelltherapie drängt metastasierten Nierentumor zurück

Aktuelles

Eine personalisierte T-Zelltherapie hat bei einem Jugendlichen mit weit fortgeschrittenem, therapieresistentem Nierentumor zu einem vollständigen Ansprechen geführt. Die Behandlung zielte auf das Tumorantigen PRAME. Eine klinische Studie für weitere Kinder und Jugendliche ist ab 2027 geplant.

Urologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Aktuell warten in Deutschland 8.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Rund 250 Abgeordnete wollen deshalb eine Widerspruchslösung im Bundestag durchsetzen. © abuzar - stock.adobe.com

Bundestags-Gruppe beantragt Widerspruchslösung für Organspende

Berufspolitik

Rund 250 Abgeordnete mehrerer Fraktionen des Bundestags haben beantragt, eine Widerspruchslösung für die Organspende im Transplantationsgesetz zu verankern. Dann müssten Versicherte z.B. einer postmortalen Nierenspende widersprechen, um sie zu verhindern.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen