Urologie » Sonstiges

»

Thomas-Vogl-Promotionspreis für Doktorarbeit zum BPS

Die Preisträgerin Dr. Shirin El Nemr (mit Urkunde) zusammen mit den Kommissionsmitgliedern Prof. Dr. Katrin Sylvia Cremona Eichler, Prof. Dr. Thomas Vogl und Ekkehardt von Knebel Doeberitz (v.l.). Foto: Conny Holtfoth

Thomas-Vogl-Promotionspreis für Doktorarbeit zum BPS

Personalia

Urologie

Sonstiges

3 MIN

Erschienen in: UroForum

Zur Förderung der radiologischen Forschung hat der Radiologe Prof. Thomas Vogl, Direktor der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin an der Universitätsmedizin Frankfurt, gemeinsam mit der Goethe-Universität aus privaten Mitteln einen Stiftungsfonds gegründet. Der Stiftungsfonds finanziert Stipendien und Preis für junge Medizinerinnen und Mediziner. Jetzt hat die Auswahlkommission des Fonds einen ersten Promotionspreis vergeben: Dr. Shirin El Nemr wurde für ihre Doktorarbeit an der Goethe-Universität zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms (BPS) mit dem Thomas Vogl-Promotionspreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.

Die Preisträgerin Dr. Shirin El Nemr (mit Urkunde) zusammen mit den Kommissionsmitgliedern Prof. Dr. Katrin Sylvia Cremona Eichler, Prof. Dr. Thomas Vogl und Ekkehardt von Knebel Doeberitz (v.l.). Foto: Conny Holtfoth
Die Preisträgerin Dr. Shirin El Nemr (mit Urkunde) zusammen mit den Kommissionsmitgliedern Prof. Dr. Katrin Sylvia Cremona Eichler, Prof. Dr. Thomas Vogl und Ekkehardt von Knebel Doeberitz (v.l.). (Foto: Conny Holtfoth)

Die Prostata-Arterien-Embolisation (PAE), die im Mittelpunkt der prämierten Dissertation steht, ist ein innovatives minimalinvasives Verfahren zur Behandlung der symptomatischen Prostatavergrößerung. Dabei wird die Blutzufuhr zum vergrößerten Prostatagewebe mithilfe mikroskopisch kleiner Partikel gezielt blockiert, wodurch das Gewebe schrumpft und die Symptome gelindert werden. Entscheidend ist hierfür die präzise Beobachtung von Position und Verlauf der Blutgefäße in der Prostata während des therapeutischen Eingriffs.

In ihrer Doktorarbeit verglich Dr. Shirin El Nemr, die mittlerweile an der München Klinik Bogenhausen tätig ist, eine strahlenbelastende Gefäßdarstellung während der Intervention mit einem Verfahren, bei der die Gefäße zusätzlich vor dem Eingriff durch eine strahlenfreie Magnetresonanz-Angiographie abgebildet wurden. Dabei konnte sie zeigen, dass mit der MR-Angiographie die Strahlenbelastung während des Eingriffs vermindert werden konnte. Weitere Messungen, die mit der MR-Angiographie gemacht wurden, gaben nach den Erkenntnissen von El Nemr zudem Hinweise auf einen späteren Therapieerfolg und legen die Grundlage für eine Weiterentwicklung des neuen Verfahrens.

Prof. Thomas Vogl, Stifter und Mitglied der Auswahlkommission, hebt hervor: „Die Dissertation von Dr. Shirin El Nemr hat uns durch ihre wissenschaftliche Tiefe und die Relevanz des Themas überzeugt. Wir freuen uns, dass wir mit dem Promotionspreis die exzellente Forschungsleistung von Dr. El Nemr würdigen können.“

Weil ihm die Förderung junger Mediziner auf ihrem Weg zu Promotion besonders am Herzen liegt, hat der 66-jährige Radiologe gemeinsam mit der Goethe-Universität den Thomas-Vogl-Stiftungsfonds ins Leben gerufen. Neben dem Promotionspreis, der jährlich für eine herausragende Dissertation in den Bereichen Radiologie oder Nuklearmedizin vergeben wird, fördert der Fonds auch drei Doktoranden pro Jahr mit einem Stipendium in Höhe von jeweils 10.000 Euro.

Quelle: Pressemitteilung der Goethe-Universität Frankfurt

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Mikroskop mit schwebenden Zellen im Labor als Symbol fuer Immuntherapie und neue Therapieoptionen beim Peniskarzinom

Update Peniskarzinom 2026: Immuntherapie und neue Therapieperspektiven

Fachbeitrag

Beim seltenen Peniskarzinom eröffnen Immuntherapien und molekulare Analysen neue Behandlungsperspektiven. Daten zu Cemiplimab zeigen jedoch, dass bislang nur bestimmte Patientengruppen profitieren. Entscheidend für die personalisierte Therapie sind daher verlässliche Biomarker und eine präzise molekulare Charakterisierung.

Urologie

Tumoren der äußeren Genitalien

Peniskarzinom

Beitrag lesen
Der damals 17-jährige Mailo erhält im Juli 2025 eine T-Zelltherapie gegen PRAME mit seinen gentechnisch veränderten Immunzellen. © privat

PRAME-T-Zelltherapie drängt metastasierten Nierentumor zurück

Aktuelles

Eine personalisierte T-Zelltherapie hat bei einem Jugendlichen mit weit fortgeschrittenem, therapieresistentem Nierentumor zu einem vollständigen Ansprechen geführt. Die Behandlung zielte auf das Tumorantigen PRAME. Eine klinische Studie für weitere Kinder und Jugendliche ist ab 2027 geplant.

Urologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Aktuell warten in Deutschland 8.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Rund 250 Abgeordnete wollen deshalb eine Widerspruchslösung im Bundestag durchsetzen. © abuzar - stock.adobe.com

Bundestags-Gruppe beantragt Widerspruchslösung für Organspende

Berufspolitik

Rund 250 Abgeordnete mehrerer Fraktionen des Bundestags haben beantragt, eine Widerspruchslösung für die Organspende im Transplantationsgesetz zu verankern. Dann müssten Versicherte z.B. einer postmortalen Nierenspende widersprechen, um sie zu verhindern.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen