Allgemeinmedizin » Magen und Darm

»

Helicobacter pyloriIst: Exposition eventuell mit Darmkrebs-Risiko assoziiert?

© Tatiana Shepeleva - stock.adobe.com

Quelle: © Tatiana Shepeleva - stock.adobe.com

Helicobacter pyloriIst: Exposition eventuell mit Darmkrebs-Risiko assoziiert?

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Magen und Darm

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Neuere Studien legen nahe, dass die Exposition von Helicobacter pylori (H. pylori) auch mit Darmkrebs (CRC) in Verbindung stehen könnte. Ein internationales Forscherteam machte sich in einer aktuellen Studie daran, die mit einer H. pylori-Exposition verbundene potenzielle weltweite CRC-Krankheitslast zu quantifizieren. Dazu werteten sie Daten aus systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen (stratifiziert nach Region, Diagnosemethoden und Eradikationsstatus) zur weltweiten Prävalenz und Darmkrebsinzidenz aus und kombinierten diese mit den Daten aus 43 epidemiologischen Studien, die bei insgesamt 48,7 Millionen Menschen das Erkrankungsrisiko abgeschätzt haben. Daraus errechneten sie, welcher bzw. wie hoch der Anteil der globalen und regionalen Darmkrebsfälle mit H. pylori assoziiert sein könnte.

Ergebnis: Die Exposition von H. pylori war mit einem geschätzten 1,59-fach erhöhten relativen Risiko für CRC assoziiert. In Beobachtungsstudien war die Eradikation von H. pylori mit einem verringerten Risiko für CRC verbunden, jedoch erst nach 10 Jahren Nachbeobachtung. Weltweit waren schätzungsweise 22,0% der CRC-Fälle potenziell mit einer H. pylori-Exposition verbunden. In Deutschland gingen den Berechnungen zufolge lediglich 10% der Darmkrebserkrankungen auf das Konto von H. pylori.

Quelle: Li Y et al. eGastroenterology 2026;4:e100436. https://doi.org/10.1136/egastro-2026-100436

Weitere Beiträge zu diesem Thema

© Nexa - stock.adobe.com

AMK warnt: Vorsicht bei OTC-Kombinationspräparaten mit Pseudoephedrin

Aktuelles

Die AMK warnt vor kardiovaskulären und allergischen Risiken pseudoephedrinhaltiger Kombinationspräparate, etwa mit Ibuprofen, ASS oder Antihistaminika. Unter 51 Verdachtsfällen wurden Tachykardien, Blutdruckanstiege und allergische Reaktionen erfasst. Bei schwerer Hypertonie und schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind diese Präparate kontraindiziert.

Allgemeinmedizin

Sonstiges

Beitrag lesen
© marc - stock.adobe.com

Ausgeatmetes Kohlenmonoxid: Rauchen als potenzieller Schutzfaktor für Parkinson?

Aktuelles

Eine prospektive Analyse mit mehr als 512.000 Menschen bestätigt eine beobachtete inverse Beziehung zwischen Rauchen beziehungsweise Kohlenmonoxid und Parkinson-Risiko. Regelmäßiges Rauchen war mit einer möglichen Risikohalbierung verbunden. Wegen der bekannten erheblichen Schäden von Tabak und des Beobachtungscharakters belegt die Studie jedoch keinen Schutz durch Rauchen.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen
© Fluffik - stock.adobe.com

Immuntherapie 2.0: Neuer Ansatz nimmt Schutzbarriere des Tumors ins Visier

Aktuelles

Der bispezifische Antikörper OMTX305 richtet sich gegen tumorunterstützende Fibroblasten statt direkt gegen Krebszellen. Im präklinischen Modell verband er Immunzellen mit den Bindegewebszellen, beseitigte die Schutzbarriere und förderte dadurch eine Immunreaktion gegen Tumorgewebe aus Lunge und Eierstock.

Allgemeinmedizin

Onkologie

Beitrag lesen