Allgemeinmedizin » Magen und Darm

»

Orale Eisenpräparate: Nebenwirkungen für Adhärenz nicht entscheidend

© Yaruniv-Studio_stock.adobe.com

Quelle: © Yaruniv-Studio_stock.adobe.com

Orale Eisenpräparate: Nebenwirkungen für Adhärenz nicht entscheidend

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Magen und Darm

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Eisenmangelanämie (IDA) ist eine Erkrankung, die in der Hauptsache Frauen im gebärfähigen Alter betrifft. Etablierte Erstlinienbehandlung ist die orale Eisensupplementierung. Die Eisenpräparate haben eine gute Wirksamkeit, bei eigentlich nur minimalen gastrointestinalen (GI) Nebenwirkungen. Dennoch scheint dies ein Grund für mangelnde Adhärenz zu sein. Chinesische Forscher kommen jetzt allerdings zu dem Schluss, dass andere Faktoren zu geringerer Therapietreue führen. In ihrer Studie untersuchten sie bei 148 Frauen mit IDA das Auftreten von GI-Nebenwirkungen und deren Einfluss auf die Therapietreue. Berücksichtigt wurden daneben aber noch Faktoren wie Medikamentenbedenken, Krankheitsverständnis, Arzt-Patienten-Beziehung und soziale Unterstützung, die die Medikamententreue beeinflussen können.

Ergebnis: 64,86% der Patientinnen waren therapietreu (vs. 35,14% nicht-adhärenten Frauen). Überraschenderweise waren GI-Nebenwirkungen nicht signifikant mit der Medikamententreue assoziiert (nur 8 Patienten zeigten GI-Nebenwirkungen, 2 davon waren adhärent); sie sind demnach bei dieser Therapie kein entscheidender Faktor. Vielmehr sind Faktoren wie die Sorge vor der Medikation, ein schlechtes Arzt-Patienten-Verhältnis und geringes Krankheitsverständnis ausschlaggebend für mangelnde Adhärenz.

Quelle: Tan X et al. Front Pharmacol 2026; 17.  https://doi.org/10.3389/fphar.2026.1727566

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Verkehrsschild mit Tempo 30 Lärmschutz an befahrener Straße in einem Wohngebiet

Lärmbelastung durch den Verkehr als kardiovaskulärer Risikofaktor

Fachbeitrag

Lärmbelastung durch Auto-, Schienen- und Flugverkehr ist ein Umweltfaktor mit kardiovaskulärer Relevanz. Insbesondere eine nächtliche Exposition fördert unter anderem durch Schlafstörungen und wiederholte Stressreaktionen die Entstehung vaskulärer und metabolischer Erkrankungen. Mehr zum kostenpflichten Artikel (inkludiert im Abo der internistischen praxis)

Allgemeinmedizin

Sonstiges

Beitrag lesen
Symbolbild für Diversität

Diversitätsmedizin„Willst du mich behandeln, musst du wissen, wer ich bin“

Fachbeitrag

Im Praxisalltag können verschieden Aspekte von Diversität unbewusst Einfluss auf die Behandlung haben. Wichtig ist, den Kontext, in dem eine medizinische Situation entstanden ist, zu verstehen und für die Therapie zu berücksichtigen. Dabei kann das Rad der Sichtbarkeit als neues wissenschaftliches Instrument zur Berücksichtigung von Diversitätsmerkmalen unterstützen.

Allgemeinmedizin

CME

Beitrag lesen
Knochenmarkuntersuchung mit mikroskopischem Bild eines schwelenden oder frühen multiplen Myeloms.

Wann ist eine Therapie beim Smoldering Myelom sinnvoll?

Fachbeitrag

Beim Smoldering Myelom rücken Indikationsstellung, Risikostratifizierung und der potenzielle Nutzen einer frühzeitigen Therapie zunehmend in den Fokus. Es wird der aktuelle Kenntnisstand zum Smoldering Myelom zusammengefasst und die potenziellen Therapieoptionen dargestellt.

Allgemeinmedizin

Onkologie

Beitrag lesen