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Venenerkrankungen auf dem Vormarsch: Immer mehr Jüngere betroffen

Arzt untersucht Bein einer Patientin mit Ultraschall zur

Quelle: © VenaZiel

Venenerkrankungen auf dem Vormarsch: Immer mehr Jüngere betroffen

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Koronare und Gefäßerkrankungen

mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Schwere Beine, Krampfadern, chronische Venenschwäche – das klingt nach einem Problem älterer Generationen. Doch Fachärzte beobachten einen klaren Trend: Venenerkrankungen treffen zunehmend auch Menschen unter 40. Bewegungsmangel und langes Sitzen im Büro gelten als wesentliche Ursachen. Zum World Health Day rückt die Berliner Fachklinik VenaZiel Prävention und moderne Therapiemöglichkeiten in den Fokus.

Venenerkrankungen – eine unterschätzte Volkskrankheit

Chronische Venenerkrankungen gehören zu den häufigsten Gefäßerkrankungen in Deutschland. Laut der Bonner Venenstudie – der bislang größten deutschen Bevölkerungsstudie zu diesem Thema – weisen rund 59 Prozent der Erwachsenen bereits Veränderungen am Venensystem auf. Etwa 23 Prozent leiden an behandlungsbedürftigen Krampfadern, sechs bis sieben Prozent sind von fortgeschrittener chronischer Venenschwäche betroffen. Auch aktuelle europäische Leitlinien bestätigen die medizinische Relevanz des Themas – besonders wenn Erkrankungen nicht frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Junge Erwachsene zunehmend betroffen

Ein wachsender Anteil der Patientinnen und Patienten in phlebologischen Praxen ist jünger als 40 Jahre. Bewegungsmangel, dauerhaftes Sitzen im Berufsalltag und veränderte Lebensgewohnheiten gelten als wesentliche Risikofaktoren. „Wir sehen heute deutlich häufiger Patientinnen und Patienten unter 40 mit frühen venösen Veränderungen“, sagt Dr. Hamidreza Mahoozi, Gründer und Ärztlicher Leiter der Berliner Fachklinik VenaZiel. „Venenerkrankungen sind kein rein kosmetisches Thema, sondern eine medizinische Herausforderung mit langfristigen Folgen.“

Frühe Warnsignale erkennen

Typische erste Symptome sind schwere oder müde Beine, Spannungsgefühle, nächtliche Wadenkrämpfe sowie sichtbare kleine Gefäßveränderungen. Viele Betroffene nehmen diese Anzeichen zunächst nicht ernst – dabei ist frühzeitiges Handeln entscheidend. „Moderne Ultraschallverfahren ermöglichen eine präzise Abklärung in einem frühen Stadium. Je früher wir handeln, desto schonender können wir therapieren“, betont Dr. Mahoozi.

Minimal-invasive Therapie statt klassischer Operation

Die Behandlung von Krampfadern und chronischer Venenschwäche hat sich deutlich weiterentwickelt. Klassische Stripping-Operationen werden zunehmend durch schonende, kathetergestützte Verfahren ersetzt. Zu den modernen Methoden zählen:

  • VenaSeal® (Venenkleber): Verschluss der erkrankten Vene von innen, ohne thermische Energie – mit schneller Erholung
  • Radiofrequenz-Ablation: Gezielter Venenverschluss durch kontrollierte Wärme
  • Lasertherapie: Für feine, oberflächliche Gefäße
  • Sklerotherapie: Ultraschallgestützter Schaumverschluss kleinerer und mittelgroßer Venen

„Minimal-invasive Verfahren sind heute fester Bestandteil internationaler Leitlinien und bedeuten für viele Patientinnen und Patienten eine deutliche Reduktion von Belastung, Schmerzen und Ausfallzeiten“, so Dr. Mahoozi.

Venengesundheit als Aufgabe der Prävention

Rund um den World Health Day am 7. April veranstaltet VenaZiel vom 9. bis 10. April 2026 eine Awareness Week, die auf die Bedeutung von Prävention und frühzeitiger Diagnostik aufmerksam machen soll. Parallel findet in Berlin ein internationales Fachtreffen statt, bei dem Ärzte aus mehreren europäischen Ländern aktuelle Entwicklungen in der minimal-invasiven Venentherapie diskutieren.

Quelle: Pressemitteilung von VenaZiel vom 25.03.2026

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