E-Paper

Neurologie und Psychiatrie » Epilepsie

»

Abgrenzung von Anfällen aus der Insula

Abgrenzung von Anfällen aus der Insula

Fachbeitrag

Neurologie und Psychiatrie

Epilepsie

1 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Insulo-operkuläre Epilepsien stellen ein noch viel zu selten beachtetes Chamäleon dar mit bunter Anfallssemiologie, welche neben autonomen vorwiegend frontale, temporale oder auch parietale Elemente enthält. Aufgrund der anatomischen Lagebeziehungen der Insel ist die Oberflächen-Elektroenzephalographie (EEG) häufig unauffällig oder fehlleitend. Problematisch ist insbesondere die irrtümliche Annahme eines vermeintlichen Anfallsursprungs im Temporallappen, eine häufige Ursache fehlender Anfallsfreiheit nach Temporallappenresektion. Auf Basis der Ergebnisse unserer semiologischen Vergleichsstudie insulo-operkulärer vs. mesiotemporaler Anfälle sowie anhand zweier ausgewählter Fallbeispiele soll diese Übersicht konkrete Hilfestellungen im herausfordernden differenzialdiagnostischen Prozess liefern: Die Kenntnis charakteristischer semiologischer Elemente erlaubt es bereits klinisch, einen insulären Anfallsursprung zu vermuten, welcher dann entweder über kranielle Bildgebung und/oder invasives EEG bestätigt werden muss. Für auf diese Art identifizierte und nicht selten langjährig pharmakoresistente Patienten eröffnen sich damit realistische Chancen auf Anfallsfreiheit nach Resektion des insulären Anfallsursprungs.

Artikel in der Vorschau sehen
Vollständigen Fachartikel auf med-search lesen

Bilderquelle: © Vera Aksionava, stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Prof. Dr. Sebastian Walther, Psychiater, vor antarktischer Eislandschaft – Isolation und psychische Gesundheit

Einsamkeit und Paranoia: Die Psychologie von Expeditionsteams

Podcast

Auf der Concordia Station in der Antarktis herrschen außergewöhnlich extreme Lebensbedingungen: Die Forschungsstation liegt auf dem rund 3.200 Meter hohen antarktischen Eisplateau, weit entfernt von jeder anderen dauerhaft bewohnten Siedlung. Temperaturen von deutlich unter −50 °C, monatelange Dunkelheit im polaren Winter und die dünne, trockene Höhenluft prägen den Alltag der dort stationierten Forschenden.

Neurologie und Psychiatrie

Psychische Erkrankungen

Allgemeine Aspekte

Beitrag lesen

Alzheimer-Demenz: Ethische Bewertung der Früherkennung bei symptomlosen Personen

Aktuelles

Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Aufarbeitung ethischer, sozialer, rechtlicher und organisatorischer Aspekte, die mit der Früherkennung einer Alzheimer-Demenz bei symptomlosen Personen verbunden sind.

Neurologie und Psychiatrie, Unkategorisiert

Demenz-Erkrankungen

Alzheimer-Demenz

Beitrag lesen

Biologisches Geschlecht und Epilepsie – Aktuelle Evidenz und klinische Relevanz

Fachbeitrag

Die Berücksichtigung des biologischen Geschlechts hat sich in vielen Bereichen der Medizin zu einem festen Bestandteil einer individualisierten Versorgung entwickelt. So wurden beispielsweise geschlechtsspezifische Tumorfrüherkennungsprogramme entwickelt, da sich Prävalenz und Spektrum verschiedener Tumorerkrankungen zwischen Männern und Frauen unterscheiden.

Neurologie und Psychiatrie

Epilepsie

Beitrag lesen