Neurologie und Psychiatrie » Neurointensiv- und Notfallmedizin » Schlaganfall

»

Dysphagie nach mechanischer Thrombektomie

Quelle: Satjawat - stock.adobe.com

Dysphagie nach mechanischer Thrombektomie

Fachbeitrag

Neurologie und Psychiatrie

Neurointensiv- und Notfallmedizin

Schlaganfall

mgb medizin Redaktion

Verlag

5 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Die neurogene oropharyngeale Dysphagie (NOD) ist eine der häufigsten und klinisch folgenreichsten Komplikationen nach ischämischem Schlaganfall. Unmittelbar nach dem Ereignis finden sich je nach Methode bei circa 50 % der Patientinnen und Patienten Anzeichen einer Schluckstörung.

Instrumentelle Verfahren zeigen regelmäßig höhere Raten als rein klinische Tests, was sich unter anderem durch stille Aspirationen und andere klinisch stumme Pathologien wie pharyngeale Residuenbildung erklären lässt, möglicherweise aber auch durch einen Selektionsbias bei der Zuweisung zur instrumentellen Diagnostik [1]. Die unmittelbaren Konsequenzen reichen von Aspirationseignissen mit Pneumonie über Dehydratation und Malnutrition bis zu verzögerter Mobilisation, erschwerter Medikamentengabe mit fehlender Medikamentenwirkung und längerer Liegedauer. Mittel- und langfristig wirkt sich eine persistierende Dysphagie negativ auf das funktionelle Outcome, die Lebensqualität und die Teilhabe aus [2]. Diese Gesamtrelevanz hat dazu geführt, dass die aktuelle deutsch-europäische Leitlinienlandschaft universelles Screening, frühzeitige weiterführende Diagnostik und standardisierte Managementpfade empfiehlt – zugleich bleibt der klinische Alltag heterogen und durch lokale Traditionen geprägt [3].

Geschützte Inhalte gemäß Heilmittelwerbegesetz (HWG)

Die Inhalte dieser Seite unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz (HWG) und sind daher nur nach Anmeldung zugänglich. Bitte loggen Sie sich ein, um auf alle geschützten Informationen, Materialien und das exklusive E-Paper zugreifen zu können.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Fatigue bei Multipler Sklerose

Fachbeitrag

Die Multiple Sklerose (MS) ist mit über 300.000 Betroffenen in Deutschland die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS) und wird durch eine fehlgeleitete Immunreaktion autoreaktiver Zellen gegenüber den Myelinscheiden, aber auch den Axonen ausgelöst; zusätzlich spielen neurodegenerative Veränderungen eine Rolle.

Neurologie und Psychiatrie

Demyelinisierende Erkrankungen

Multiple Sklerose

Beitrag lesen

Für eine schnelle und bessere Versorgung chronischer Schmerzpatienten

Aktuelles

Das Münchner Biopharmaunternehmen VERTANICAL hat heute den Abschluss einer Co-Promotion-Vereinbarung mit Viatris Inc. (Nasdaq: VTRS), einem global tätigen Gesundheitsunternehmen, zur Markteinführung von Exilby® in Deutschland bekannt gegeben. Gemeinsam wollen die Partner das Arzneimittel nach dem Marktstart am 01.09. in die Versorgung bringen.

Neurologie und Psychiatrie

Schmerz

Beitrag lesen

Charta der Rechte für eine lückenlose Versorgung bei Epilepsie

Aktuelles

Die „Charta der Rechte für eine lückenlose Versorgung bei seltenen und komplexen Epilepsien (The Rare and Complex Epilepsies Continuity of Care Rights Charter)“ wurde heute vorgestellt und unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer besseren Versorgungskontinuität für Menschen, die mit seltenen und komplexen Epilepsien leben.

Neurologie und Psychiatrie

Epilepsie

Beitrag lesen