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„Vaskuläres Parkinson-Syndrom“– wirklich eine klinische Entität?

„Vaskuläres Parkinson-Syndrom“– wirklich eine klinische Entität?

Fachbeitrag

Neurologie und Psychiatrie

Bewegungsstörungen

Parkinson-Krankheit

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Erschienen in: neuro aktuell

Das Konstrukt „vaskuläres Parkinson-Syndrom“ mit der klinischen Symptomkonstellation von axialen Symptomen und kognitiven Störungen bei bildmorphologisch simultanen vaskulären Läsionen ist keine nosologische Entität, sondern muss weiter in Subgruppen differenziert werden. Bei dem „pseudovaskulären Parkinsonismus“ liegt eine inzidentelle Komorbidität eines neurodegenerativen Parkinsonsyndroms und vaskulären Läsionen im höheren Lebensalter vor. Im Rahmen eines „vaskulären Pseudoparkinsonismus“ können strategische, zerebrale Infarkte parkinsonähnliche Symptome hervorrufen wie z. B. einen akinetischen Mutismus bei mesiofrontalen Läsionen. Ein „pseudovaskulärer Pseudoparkinsonismus“ beschreibt Parkinson-Mimicks bei Vorliegen koinzidenteller vaskulärer Läsionen. Vaskuläre Risikofaktoren und vaskuläre Läsionen können als Komorbidität den Phänotyp und die Erkrankungsprogression des neurodegenerativen, idiopathischen Parkinson-Syndroms beeinflussen, sodass sich hier neue therapeutische Ansätze ergeben.

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