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OP-Roboter HUGO kommt erstmals in Deutschland in der Urologie zum Einsatz

OP-Roboter HUGO

OP-Roboter HUGO kommt erstmals in Deutschland in der Urologie zum Einsatz

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Erschienen in: UroForum

Erstmals in Deutschland hat ein Team in der Urologie den OP-Roboter HUGO RAS der Firma Medtronic eingesetzt. Seit dem 17. Oktober arbeitet das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden mit dem Gerät. Hauptsächlich wird der Roboter in der Klinik und Poliklinik für Urologie verwendet.

OP-Roboter HUGO
Der OP-Roboter HUGO RAS im Einsatz – Prof. Christian Thomas beim ersten Testen des neuen Geräts.

Uniklinikum Dresden führt deutschlandweit erste urologische Operation mit HUGO durch

In Europa gibt es aktuell 48 dieser Geräte, in Deutschland sind es insgesamt fünf, wobei hier bislang nur viszeralchirurgisch gearbeitet wurde. Das Universitätsklinikum Dresden komplettiert den bestehenden OP-Robotikpark um das neue Gerät und ist damit die einzige Einrichtung in Mitteldeutschland mit dieser Ausstattung. Die erste urologische Operation mit dem HUGO deutschlandweit wurde nun in Dresden durchgeführt – bei dem 78-jährigen Patienten wurde eine Prostata-Adenomenukleation bei gutartiger Prostatavergrößerung vollzogen. Neben dem klinischen Einsatz wird das Gerät zudem wissenschaftlich eingesetzt. Patientinnen und Patienten können entsprechend in Studien eingeschlossen und behandelt werden.

Was bietet der OP-Roboter HUGO RAS?

Der OP-Roboter HUGO der Firma Medtronic ermöglicht über eine offene Konsole eine hochauflösende 3D-Sicht ohne das Situationsbewusstsein während der Operation zu beeinträchtigen. Über den Controller können Operateure und Operateurinnen Instrumente an vier Armen in einer Vielzahl von Skalen steuern. Das interaktive Display bietet eine hochauflösende Ansicht des Operationsfeldes, während zusätzliche Videoausgänge den Anschluss an ein bestehendes OP-Anzeigesystem ermöglichen. Bisher kommt der Roboter hauptsächlich in der Viszeralchirurgie sowie in der Urologie zum Einsatz.

Wahl zwischen HUGO und Da Vinci erleichtert individuelle Behandlung

Für die Patientinnen und Patienten bringt das multiplattformelle Angebot ebenfalls Vorteile. Je nach individuellem Befund sowie der Lage des Operationsfeldes im Körper können die OP-Teams in Dresden zwischen den beiden Systemen HUGO und dem OP-Roboter Da Vinci wählen. Der HUGO verfügt über vier sehr individuell einstellbare Arme und eine offene Konsole. Die Arbeit des Operateurs oder der Operateurin rückt damit wieder enger in die Mitte des Teams. Das Gerät gewährleistet zudem eine bessere Sicht auf die Gesamtszenerie im OP. Zum Vergleich: Die vier Arme des OP-Roboters Da Vinci werden über eine separat stehende Konsole abseits des OP-Tisches bedient. Beide Systeme ermöglichen minimalinvasive und damit schonende Eingriffe.

Kongress thematisiert Herausforderungen in der roboterassistierten Urologie

Die ersten Erfahrungen bei der Arbeit mit dem HUGO werden die Medizinerinnen und Mediziner auf einem Fach-Kongress teilen. Das 13. Symposium der Deutschen Gesellschaft für Roboterassistierte Urologie e.V. (DGRU) findet am 16. und 17. November in Dresden unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Christian Thomas statt. Themen sind Robotische Systeme 2023, Navigierte Chirurgie, Künstliche Intelligenz, Robotische Uroonkologie, Rekonstruktive Robotik, Robotische Salvage-Chirurgie sowie das Hands-On-Training für Pflegenden, Assistenzärztinnen und -ärzte.

Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (zur Pressemitteilung)

Bildquelle:© UKD / Michael Kretzschmar

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