Urologie » Operative Urologie

»

Benignes Prostatasyndrom: Pilotprojekt für neue Fraunhofer-Sonografie

CMUT-Evaluation-Kit. © Fraunhofer IPMS

Quelle: CMUT-Evaluation-Kit. © Fraunhofer IPMS

Benignes Prostatasyndrom: Pilotprojekt für neue Fraunhofer-Sonografie

Aktuelles

Urologie

Operative Urologie

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: UroForum

Bei der Behandlung von Prostataerkrankungen sind kompakte Lösungen gefragt, die Ultraschalltechnik direkt in medizinische Instrumente integrieren. Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) und MaxQ Medical entwickeln ein transurethrales System, das Ultraschallbildgebung und Therapie verbinden soll.

Zunächst ist der Einsatz bei Benigner Prostatahyperplasie (BPH) vorgesehen. Perspektivisch soll die Plattform aber weitere medizinische Anwendungen ermöglichen, berichtet der Informationsdienst Wissenschaft (IDW) unter Berufung auf Fraunhofer IPMS. Elementar ist das Zusammenspiel von Medizintechnik und Mikrosystemtechnik. Als Entwicklungspartner von MaxQ Medical entwickelt das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) miniaturisierte Ultraschallwandler für dessen Technologieplattform. Mit einer aktuellen Series-A-Finanzierung von 31,5 Millionen US-Dollar will das Unternehmen die Entwicklung seiner Plattform und das klinische Programm vorantreiben. Die Partnerschaft soll zeigen, wie Mikrosystemtechnik neue Ultraschallanwendungen in der Medizin ermöglichen kann, so der IDW.

CMUT-Wafer des Fraunhofer IPMS. ©Fraunhofer IPMS
CMUT-Wafer des Fraunhofer IPMS. ©Fraunhofer IPMS

CMUTs machen Ultraschall kompakt

Die Abkürzung CMUTs steht für „Capacitive Micromachined Ultrasonic Transducers“ und bezieht sich übersetzt auf kapazitive mikromechanische Ultraschallwandler. Sie bilden eine technologische Grundlage kompakter Ultraschallsysteme. Dabei handelt es sich um winzige Strukturen, die mit Verfahren der Mikrosystemtechnik hergestellt werden und elektrische Signale in Ultraschall umwandeln können. Umgekehrt lassen sich empfangene Ultraschallsignale wieder in elektrische Signale überführen. Durch ihre geringe Größe und ihre Integrationsmöglichkeiten bieten CMUTs interessante Voraussetzungen für medizinische Instrumente mit begrenztem Bauraum. Mehrere Wandler lassen sich zu Arrays zusammenfassen, wodurch kompakte Ultraschallsysteme mit zahlreichen Kanälen realisiert werden können, berichtet der IDW.

Das Fraunhofer IPMS verfügt nach eigener Darstellung über Kompetenz in der Entwicklung von CMUTs. Die Arbeiten umfassen unter anderem das Design der Bauelemente, die Entwicklung geeigneter Fertigungsprozesse sowie die Herstellung und Charakterisierung. Damit kann das Institut die CMUT-Technologie nach eigener Darstellung gezielt an die Anforderungen unterschiedlicher Anwendungen anpassen. Die Entwicklungspartnerschaft mit Orchard Ultrasound Innovation und dessen erster Ausgründung MaxQ Medical steht dabei beispielhaft für den Technologietransfer des Fraunhofer IPMS.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (IDW), Fraunhofer IPMS

Weitere Beiträge zu diesem Thema

© chathuporn - stock.adobe.com

Abnehmen – aber nicht auf Kosten der Muskeln

Fachbeitrag

GLP-1 / GIP-basierte Pharmakotherapien ermöglichen bei adipösen Männern eine erhebliche Gewichtsreduktion. Doch was geschieht gleichzeitig mit Muskelmasse, Muskelkraft und erektiler Funktion? Unsere randomisierte Studie mit 211 hypogonadalen Männern zeigt: Entscheidend ist nicht nur, wie viel Gewicht verloren wird, sondern auch, was der Patient verliert.

Urologie

Andrologie

Beitrag lesen
Das Ende der sektorenübergreifenden Hybrid-DRGs stoppt auch das ambulante Operieren. © werbefoto-burger.ch - stock.adobe.com

Nach Ende der Hybrid-DRGs droht Aus für ambulantes Operieren

Berufspolitik

Der Bundesverband für Ambulantes Operieren (BAO) sowie drei andere Verbände haben das ambulante Operieren nach dem Aus für die sektorengleiche Vergütung symbolisch zu Grabe getragen. Mit einer Traueranzeige wurde gemeinsam Abschied aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Attraktivität genommen.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen
Die KVBB-Vorstandsvorsitzende und Urologin Catrin Steiniger kritisiert Medizin nach Termin-Quote hart. © KVBB

Terminmeldepflicht: „Im Schweinsgalopp gegen die Facharztpraxen“

Uroskop

Die Wogen der Empörung über die als blinder Passagier im Gesetz zur Notfallreform mitfahrende Terminmeldepflicht haben sich auch in der Woche nach dem Bundestags-Beschluss nicht geglättet. Im Gegenteil: Von Vertrauensbruch und Quoten-Medizin ist die Rede. Die Stimmung ist äußerst angespannt.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen