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PSMA-PET führt nach US-Daten signifikant häufiger zu ARPI-Therapien

Aerztliche Fachkraft bedient eine grosse PETCT Anlage als Symbol dafuer, dass PSMA PET nach US Daten signifikant haeufiger zu ARPI Therapien fuehrt

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PSMA-PET führt nach US-Daten signifikant häufiger zu ARPI-Therapien

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: UroForum

Die wachsende Bedeutung der hoch sensitiven Prostataspezifische-Membranantigen-Bildgebung bei der Detektion des Prostatakarzinoms führt nach den Resultaten einer großen US-Datenanalyse zu einer deutlichen Zunahme einer Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitoren (ARPI)-Therapie. In der Konsequenz nahmen daher sowohl die Therapiekosten als auch die Nebenwirkungen zu, ohne dass eine Verlängerung des Überlebens oder eine Zunahme der Lebensqualität bislang nachgewiesen werden konnten.

Die retrospektive Kohortenstudie basierte auf Abrechnungsdaten kommerziell versicherter Patienten aus dem Blue-Cross-Blue-Shield-Netzwerk in den USA. Von den eingeschlossenen Patienten erhielten 4.312 Männer (64,6 %) eine Knochenszintigrafie, während bei 1.581 Patienten (35,4 %) eine PSMA-PET angewendet wurde. Die Entscheidung zugunsten einer PSMA-PET fiel im Zeitraum der Beobachtung viel öfter und lag am Ende höher als die Nutzung konventioneller Knochenszintigrafien.

Nach PSMA-PET folgte signifikant häufiger eine ARPI-Therapie als nach konventioneller Knochenszintigrafie (15,6 % vs. 7,7 %; p<0,001). Nach Adjustierung für Alter, Komorbidität, Frailty, Region, sozialen Deprivationsindex, Diagnosezeitpunkt und lokale Therapie änderte sich an dieser Analyse nichts. In der multivariablen Analyse war die Durchführung einer PSMA-PET mit einer mehr als doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit für den Einsatz eines ARPI verbunden (Odds Ratio [OR] = 2,40; 95 %-KI: 1,92–3,00; p<0,001). Generell fanden systematische Therapien häufiger statt. Unter dem Strich zeigt sich, dass die bessere Sensitivität der molekularen Bildgebung mit einer PSMA-PET auf die Wahl der Behandlungsoption Einfluss hat. Offen ist nach Aussage der Autoren jedoch, ob die frühere und häufigere Wahl einer ARPI-Therapie zu besseren Therapieergebnissen geführt hat. Insbesondere das Überleben und die Entwicklung der Lebensqualität müssten in zukünftigen Studien untersucht werden, um die Frage einer PSMA-PET eindeutig beantworten zu können. Dies erscheint angesichts der Behandlungskosten notwendig.

Franz-Günter Runkel

Quelle: Leapman MS et al., Prostate-Specific Membrane Antigen Imaging and Initial Treatment for Prostate Cancer. JAMA Oncology 2026. doi: 10.1001/jamaoncol.2026.0893

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