Die Myasthenia gravis (MG) ist eine Autoimmunerkrankung, die sich durch eine belastungsabhängige Muskelschwäche der okulären, bulbären, Extremitäten- oder Rumpfmuskulatur auszeichnet und heutzutage anhand des Antikörperstatus, Thymuspathologie, Alter und Art des Verlaufs klassifiziert wird. Mit der optimalen Behandlung ist die Prognose bezüglich der Letalität gut und der Lebensqualität überwiegend zufriedenstellend bis gut. Neben der symptomatischen Therapie kommen regelhaft immunsuppressive Therapieverfahren zum Einsatz, die neben Steroiden klassische Langzeitimmunsuppressiva wie Azathioprin und die Thymektomie umfassen. Immer mehr neue therapeutische Ansätze werden entwickelt, von denen aktuell die sog. therapierefraktären Verläufe profitieren. Die Behandlung von MG-Patienten sollte aufgrund der Seltenheit der Erkrankung aus spezialisierten Myasthenie-Zentren heraus geleitet werden. Perspektivisch werden neben der Entwicklung neuer spezifischer Therapieverfahren auch genauere epidemiologische und Sicherheitsdaten, die durch das Deutsche Myasthenie-Register (MyaReg®) zur Verfügung stehen werden, zur Verbesserung der Versorgungsqualität beitragen.
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Myasthenia gravis – Diagnostik und Therapie
Die Myasthenia gravis (MG) ist eine seltene Erkrankung der neuromuskulären Synapse, die durch Autoantikörper vermittelt wird. Die Inzidenz liegt bei etwa 0.5–5/100.000, wobei Inzidenz und Prävalenz anzusteigen scheinen [1, 2]. Die Erkrankung zeigt zwei Häufigkeitsgipfel, zwischen 20–30 Jahren sind vorwiegend Frauen betroffen, ein zweiter Häufigkeitsgipfel bei 60–70 Jahren zeigt ein Überwiegen männlicher Erkrankter (Übersicht in [3]).

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