Neurologie und Psychiatrie » Neuromuskuläre Erkrankungen » Amyotrophe Lateralsklerose

»

Amyotrophe Lateralsklerose: Phänotypen und Diagnostik

Motor neuron damaged by Amyotrophic Lateral Sclerosis (ALS) - 3d illustration closeup view

Quelle: LASZLO - stock.adobe.com

Amyotrophe Lateralsklerose: Phänotypen und Diagnostik

Fachbeitrag

Neurologie und Psychiatrie

Neuromuskuläre Erkrankungen

Amyotrophe Lateralsklerose

mgb medizin Redaktion

Verlag

4 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Die Erstbeschreibung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) als motorische Systemdegeneration mit Affektion der 1. und 2. Motoneurone erfolgte durch Jean-Martin Charcot bereits im Jahre 1873 [1]. Mittlerweile ist das Konzept einer multisystemischen und multifaktoriellen Neurodegeneration auf dem Boden genetischer, epigenetischer und Umweltfaktoren bei der ALS fest etabliert. Das Auftreten der ALS weltweit ist in Europa am höchsten mit einer Inzidenz von 2–3/100.000 Personenjahre, einer Punktprävalenz von ca. 6–9/100.000 sowie Lebenszeitprävalenz von 1:350 bis 1:400 [2].

Weiterhin stellt die ALS eine primär klinische Diagnose dar, gekennzeichnet durch das charakteristische Bild aus myatrophen Paresen sowie zugleich Schädigungszeichen der 1. Motoneurone (d. h. gesteigerte/enthemmte Muskeldehnungsreflexe, pathologische Reflexe und Spastik). Ferner beginnt die klinische Krankheitsmanifestation in den meisten Fällen regional (Hirnnervenbereich – zervikal – thorakal – lumbal) mit einer typischen Ausbreitungstopik von distal nach proximal oder proximal nach distal innerhalb derselben Körperregion, einer Affektion der kontralateralen Extremitätenmuskeln in derselben Körperregion oder einem Übergehen auf die nächstgelegene Körperregion (z. B. Hirnnerven auf zervikal oder zervikal auf thorakal bzw. lumbal) auf der gleichen Körperseite [3, 4].

Geschützte Inhalte gemäß Heilmittelwerbegesetz (HWG)

Die Inhalte dieser Seite unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz (HWG) und sind daher nur nach Anmeldung zugänglich. Bitte loggen Sie sich ein, um auf alle geschützten Informationen, Materialien und das exklusive E-Paper zugreifen zu können.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Prof. Dr. Sebastian Walther, Psychiater, vor antarktischer Eislandschaft – Isolation und psychische Gesundheit

Einsamkeit und Paranoia: Die Psychologie von Expeditionsteams

Podcast

Auf der Concordia Station in der Antarktis herrschen außergewöhnlich extreme Lebensbedingungen: Die Forschungsstation liegt auf dem rund 3.200 Meter hohen antarktischen Eisplateau, weit entfernt von jeder anderen dauerhaft bewohnten Siedlung. Temperaturen von deutlich unter −50 °C, monatelange Dunkelheit im polaren Winter und die dünne, trockene Höhenluft prägen den Alltag der dort stationierten Forschenden.

Neurologie und Psychiatrie

Psychische Erkrankungen

Allgemeine Aspekte

Beitrag lesen

Alzheimer-Demenz: Ethische Bewertung der Früherkennung bei symptomlosen Personen

Aktuelles

Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Aufarbeitung ethischer, sozialer, rechtlicher und organisatorischer Aspekte, die mit der Früherkennung einer Alzheimer-Demenz bei symptomlosen Personen verbunden sind.

Neurologie und Psychiatrie, Unkategorisiert

Demenz-Erkrankungen

Alzheimer-Demenz

Beitrag lesen

Biologisches Geschlecht und Epilepsie – Aktuelle Evidenz und klinische Relevanz

Fachbeitrag

Die Berücksichtigung des biologischen Geschlechts hat sich in vielen Bereichen der Medizin zu einem festen Bestandteil einer individualisierten Versorgung entwickelt. So wurden beispielsweise geschlechtsspezifische Tumorfrüherkennungsprogramme entwickelt, da sich Prävalenz und Spektrum verschiedener Tumorerkrankungen zwischen Männern und Frauen unterscheiden.

Neurologie und Psychiatrie

Epilepsie

Beitrag lesen